Meine lieben Leser.
Viele von euch sind keine Vegetarier und beschäftigen sich warscheinlich schon mit Ernährung, aber wissen das hier vielleicht noch nicht. Gelatine ist in viel zu vielen Lebensmitteln drin.
Aber fangen wir am Anfang an:
Was ist Gelatine überhaupt? (Wikipedia sagt dazu:)
Gelatine ist ein Stoffgemisch aus geschmacksneutralem tierischem Eiweiß oder denaturiertem bzw. hydrolysiertem Kollagen, das aus dem Bindegewebe verschiedener Tierarten, vor allem Schweinen und Rindern, produziert wird.
Und so wird´s hergestellt:
Zur Gewinnung wird das zunächst unlösliche Bindegewebe von (vor allem) Haut und Knochen von Schweinen und Rindern, aber auch von Geflügel und Fischen einem Aufschlussverfahren (Hydrolyse) unterworfen, das die Peptid-Bindungen aufspaltet, sodass sich das so wasserlöslich gemachte Kollagen extrahieren lässt. Der Aufschluss kann durch Kochen (Herstellung einer Bouillon in der Küche) oder durch Behandlung mit Säuren und Basen und anschließende Extraktion (industrielle Herstellung) erfolgen. Gelatine kann 1–2 % anorganische Stoffe und bis zu 15 % Wasser enthalten.
Und hier ist sie drin:
Gelatine wird teilweise in Halbfettprodukten und Lightprodukten wie Halbfettmargarine, Halbfettbutter und fettreduzierten Käsesorten verarbeitet, außerdem als Geliermittel zur Herstellung von Süßwaren wie Gummibärchen, Weingummis, Weichkaramellen, Marshmallows, Schaumwaffeln, Lakritz oder Schokoküssen. Des Weiteren kann sie in Backwaren (Tortenguss), Milchprodukten (etwa Quark, Kefir und Joghurt) und Desserts (z. B. Götterspeise (vulgo Wackelpudding), Mädchenröte), in Fleisch-, Fisch- und Wurstwaren wie zum Beispiel Sülze und Aspik, Pfefferminzbonbons und Weihnachtskonfekt, aber auch als Schönungsmittel in Getränken wie Wein, Apfelwein, Essig und allen nicht naturtrüben Fruchtsäften, sowie in manchen Ländern sogar im Bier zum Einsatz kommen.
Zur Entfernung von Trübstoffen sowie zur Verringerung des Gerbstoffanteils bei der Weinherstellung kommt Fischgelatine als Ersatz von Lysozym und Kasein besonders seit Auftreten von BSE sowie wegen der jüdischen Speisegesetze zum Einsatz.
Auch als Mittel zur Einkapselung von Vitaminzusätzen (z. B. in Lebensmitteln oder Brausetabletten) kann Gelatine zum Einsatz kommen. Die Vitamine werden somit wasserlöslich eingeschlossen und lösen sich bei
Kontakt mit Flüssigkeit wieder.
So. Ganz ehrlich? Ich war am Anfang ziemlich geschockt darüber, wo alles Gelatine untergemischt wird. Ich bin jetzt seit knapp 8 Jahren Vegetarierin, aber erst seit den letzten 2 Jahren habe ich mich mit dem Gelatineproblem wirklich befasst.
Für mich im täglichen Leben heißt das: Bei jedem Einkauf auf jedem verarbeiteten Produkt auf die Zutatenliste schauen. Ist etwas nervig, aber ich kann mit ruhigem Gewissen daheim essen.
Viele Sachen kann ich nicht mehr essen, z.B. Brunch Brotaustrich, Froop Joghurts etc. Überall Gelatine drin. Schaut doch bei eurem nächsten Einkauf einfach mal aus Spaß auf eure Joghurts etc. Mal sehen, wie viele ihr findet, wo nichts drin ist. Auch ziemlich nervig finde ich, dass die Hersteller nicht angeben müssen, wenn sie ihre Getränke mit Gelatine klären. So z.B. bei vielen klaren Fruchtsäften. Wenn´s geht trinke ich nur noch naturtrübe Säfte um dem aus dem Weg zu gehen - aber eigentlich kann das nicht angehen, oder?
Wer sich nochmal etwas weitergehen informieren will, für den habe ich hier ein paar Links:
Und noch ein kleiner Link am Rande für all die, die auch beim Käse darauf achten, dass dieser mit mikrobiellem Lab hergestellt wird:
Ich würde gerne von euch wissen, wie ihr das haltet. Esst ihr alles ohne darüber nachzudenken oder hat euch das ein bisschen wachgerüttelt? Findet ihr es auch erschreckend?
Wie denkt ihr darüber?
PS: Ich hatte ganz vergessen, die Alternativen zu erwähnen! Ich selbst benutze als Ersatz
Agar-Agar-Pulver aus dem Reformhaus (gibt´s in jedem Bioladen auch). Man kann es z.B. auch
hier bei Amazon bestellen.
Wenn ich nur ein bisschen Bindung brauche, oder "ein bisschen geliert" nehme ich
Johannisbrotkernmehl, welches ich mal im Kaufland gekauft habe.